Blatt im Wind
17. Juli 2007
Ich erlöse meine Seele und hetze durch die Zeit.
Bin auf meinen Wegen vielleicht ‘nen Schritt zu weit.
Befrei mich von dem Ich, lebe nur noch für mich.
Ich bin ein Blatt im Wind, ich bin ein Blatt im Wind!
Dicht beschrieben beide Seiten.
Ungelesen sind die Zeilen
Heute kann ich bleiben
Morgen muss ich geh’n.
Viele schwere Worte bedecken meine Haut.
Viele Menschen haben mir Gelebtes anvertraut.
Es geht nie mehr verloren, weder Feder noch Strich.
Auf einem Blatt im Wind, auf einem Blatt im Wind.
Dicht beschrieben beide Seiten,
Ungelesen sind die Zeilen.
Heute kann ich bleiben
Morgen muss ich geh’n.
Irgendwann in fernen Tagen verschwindet dann mein Geist.
Vergilbt und voller Brüche - ich bin ewig weit gereist
Berühr mich noch ein letztes Mal, gib mir den letzten Stich
Damit ein Blatt zerfällt, damit ein Blatt zerfällt.
Ob ich im Staub vergeh’ oder verbrenne
Dies ist der Tag, dies ist das Ende
Dann muss ich schließlich geh’n
Und komm’ nie mehr zurück.
Ich bin ein Blatt im Wind, ich bin ein Blatt im Wind!
Ich bin ein Blatt im Wind, ich bin ein Blatt im Wind!
(1992)
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