My Little Messengers

26. April 2008

I gave my kisses little legs,
So that like spiders they can climb
The steepest cliff, the mountains high.

I made my kisses coloured wings
On wich like birds they will soar
Up in the air, they’ll fly the sky.

I shaped my kisses shiny fins
Like slender fish they swim across
Oceans spreading far beyond the eye.

I built my kisses million scales
So like the snakes they sidle slowly
In desert sands so hot and dry.

But when they reach you in the end,
These never tiring travellers,
My love’s messengers they’ll need
None of these; they will just
Be what they are, evaporate,
Any you will know.

Strand

3. April 2008

Die Sehnsucht, die wird nie vergehn,
Auch in vielen, vielen Jahren nicht.
Hier stehn, in die Ferne sehn,
Warten auf das letzte Licht.

Die Träume bleiben, Chancen kaum.
Wind im Haar, hinter mir das Land.
Wellen brechen, wilder Schaum,
Laufen aus im feinen Sand.

Fern am Horizont ein Schiff zu sehn.
Es fährt fort und ich bleib hier.
Wann kann und darf ich auch mal gehn?
Wann endlich breche ich mit mir?

Die Sonne sinkt, die Glut erlischt;
Der Wind frischt auf, wird langsam kalt.
Auf meiner Haut spür ich die Gischt,
Und denke, ich werd langsam alt.

Ich kehre um und geh nach Haus
Und bleibe weiter was ich kann.
Die Flut löscht meine Spuren aus.
Ich komme wieder, irgendwann.

Ich kann nicht mehr

1. April 2008

Ich kann nicht mehr schreiben,
Weil jedes Wort mich verrät.
Keine Zeile darf bleiben,
Und schon ist’s zu spät.

Ich kann nicht mehr spechen.
Für jedes Wort, das ich sag,
Kommen sie, sich zu rächen,
Jede Silbe ein Schlag.

Ich kann nicht mehr reimen,
Jedes Wort bringt mich um.
Statt weiter zu schweigen
Bleib ich lieber stumm.