Zum Abschied grinst du
mich nur höhnisch an.
Du weißt genau,
ich komm zurück,
wenn der Schlaf mich verlässt,
wenn das Feuer in meinen Adern
sich nur mit deinem Feuer in meiner Kehle
bekämpfen lässt.
08
Mär
09
Zum Abschied grinst du
mich nur höhnisch an.
Du weißt genau,
ich komm zurück,
wenn der Schlaf mich verlässt,
wenn das Feuer in meinen Adern
sich nur mit deinem Feuer in meiner Kehle
bekämpfen lässt.
War vor vielen Jahren mit einem Freund in Griechenland. Von Insel zu Insel.
Auf Santorini: kleines Hotel, sonnige Terrasse, klapprige Stühle, und wir mit einer Flasche Bauernwein, den der griechische Verkäufer in eine Flasche Johnny gefüllt hatte. Auch auf der Terrasse: mehrere Schotten. „Looks like a bottle of Johnny Walker“ Ich drehe die Flasche, so daß sie das Etikett lesen können, und: „It is a bottle of Johnny Walker!“
Sie kommen herüber, die Sache klärt sich auf, und die folgenden Tage ziehen wir mit diesen 20 Jahre älteren Kumpanen durch die Tiefen der Insel. Großartige Zeit. Kann seitdem keinen Ouzo mehr sehen.
Der Freund, mit dem ich reiste, ist leider vor Jahren an Leukämie gestorben. Denke immer zurück, wenn ich eine Flasche Johnny Walker sehe. Nicht mehr dieselbe Welt ohne ihn.
Kommen bessere Tage, Zak. Wenn man es am wenigsten erwartet.
Danke für diese sehr persönliche Assoziation. Sehr traurig, aber auch eine schöne Erinnerung, oder?
Ja, unbedingt eine schöne Erinnerung.
Dieses Gedicht hinterlässt einen sehr bekannten Nachgeschmack …
Sehr schöne Zeilen! Fängt ein Gefühl ein und kommt doch nicht zu nahe -genau so nahe, wie der Leser es zulässt. Toll. Habe natürlich meine eigene Geschichte dazu, aber um die zu erzählen, hätte ich dein Gedicht näher ranlassen müssen
Ein Kommentar schreibt sich da leichter. Eines der größten Komplimente (von Menschen wie mir) für einen Lyriker: Dein Gedicht hat das Potential, meinen Selbstschutz zu überwinden, wenn ich es einmal zu oft lese.