Einträge tagged ‘Reim

24
Mai
08

Turm

Verschlossen sind Türen und Fenster,
Gebrochen die Rose im Sturm.
Wünscht zurück sich, die seine niemals war,
Märchenprinzessin im Turm.

Die auf den kurzen Beinen
Nahmen der Liebe die Kraft.
Kein Klagen und kein Weinen -
Sie haben es nicht geschafft.

Verheilen die Schnitte und Schrammen
Kommt vielleicht dann wieder ein Prinz.
Und kämen sie nochmal zusammen,
Spräch er: Liebste, ich bin’s?

26
Jan
08

Gruß an die Schläferin

Gute Nacht, Du Ungenannte,
Unbekannte schöne Frau.
Wenn ich Deinem Atem lausche -
Voll Vertrauen – wird mir flau. weiterlesen ‘Gruß an die Schläferin’

17
Okt
07

Wüstenzeit

Wenn ich durch die Wüste wand’re
(In der Nacht besonders schwer),
Wünsch ich mehr als alles and’re,
Dass die Wüste Wasser wär.

Wenn mir trocken wird die Kehle,
Und der Durst, der quält mich sehr.
Wenn ich bang die Meilen zähle
(Schritte zähl ich schon nicht mehr). weiterlesen ‘Wüstenzeit’

13
Okt
07

Fragment 3

Lacht in meine Wunden
Lebt von meinen Stunden

Trinkt von meinem Wein
Lobt mich nur zum Schein

Verballhornt meine Sätze
Stehlt nächtens meine Schätze

Nehmt mir meinen Stolz
Und bettet mich in Holz

04
Okt
07

Bleibt Nichts

Der Schmerz, der bleibt,
Ist nicht mein Schmerz.
Die Tränen, die bleiben,
Sind nicht meine Tränen.
Die Sehnsucht, die bleibt,
Ist nicht meine Sehnsucht.
Und das Vergessen
Ist Euer Vergessen.

Singt, Freunde,
Mit lauter Stimme
Und freut Euch für mich
Denn für mich
ist Nichts.

14
Sep
07

o.T.

Sprachlos in der Menge
Haltlos in der Enge
Freier Fall auf festen Grund
Tiefe weiter als Lot und Anker
Wie Blei, wie Blei
Wohin Du auch gehst, Du nimmst Dich mit.

10
Sep
07

Marek

Ich hab mich oft
Nach Deinem Leben gesehnt
Und nur selten
Deinen Namen erwähnt. weiterlesen ‘Marek’

24
Aug
07

Tor

Ich finde Nächte keinen Schlaf,
Benehm mich dämlich, wie ein Schaf.
Die Knie zittern, bist Du nah,
Mein Herz, das schlägt ganz sonderbar.

Krank bin ich nicht, sonst geht’s mir fein.
Das soll kein Grund zur Sorge sein.
Ich ahne schon was hier passiert,
Wenn auch mein Kopf sich etwas ziert. weiterlesen ‘Tor’

23
Aug
07

Wolken

Seht heute
Die Wolken
Ziehen so schnell.

Düster dräuend,
Bringen Regen
Und auch Sturm.

Wir sitzen
Hier drinnen,
Uns geht’s gut.

(November 1988)

23
Aug
07

Heimkehr

Ich komme heim.
Bin trunken noch vom Wein und von der Liebe.
Ging auf den Leim
Dem zweiten durch vom ersten wohl enthemmte Triebe

Nun sitz ich hier
In meinem warmen Zimmer,
Es dreht sich alles
Und wird auch noch schlimmer.

Dann wird mir schlecht,
Ich muss mich übergeben.
Ja, so ist’s recht,
Nun lieg ich mitten drin, im Leben.

Ich wache auf,
Der Schädel schmerzt und gleiches tun die Glieder.
Komm kaum noch rauf
Und schwöre, das geschieht nie wieder.

Da sitz’ ich aufgeräumt an meinem Tisch,
Dem letzten Kater geb ich sauren Fisch.
War alles halb so schlimm, das denk ich mir.
Ich weiß es schon, am Abend trink ich diesmal Bier!

(Dezember 1989)




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